Rückblick: Der Eschach-Wandermarathon 2026

 

50 Kilometer, viele Geschichten und ganz viel Stolz

Was für ein Tag. 50 Kilometer, unzählige Schritte, müde Beine, viele kleine Geschichten und am Ende vor allem eines: ganz viel Stolz.

Der erste Eschach-Wandermarathon liegt hinter uns und wir können mit einem Lächeln auf diese besondere Premiere zurückblicken. Rund 240 Wandernde machten sich am frühen Morgen in Aichhalden auf den Weg, 232 von ihnen erreichten am Ende das Ziel in Rottweil. Dazwischen lagen 50 Kilometer voller Höhen und Tiefen, Begegnungen, Durchhaltevermögen und ganz persönlicher Erfolgsgeschichten.

Schon beim gemeinsamen Start war spürbar, dass dieser Tag etwas Besonderes werden würde. Nach der Begrüßung durch Landrat Christoph Keckeisen ging es los. Zunächst noch in größeren Gruppen, wurde das Teilnehmerfeld im Laufe des Tages immer weiter auseinandergezogen. Spätestens ab Dunningen und Flözlingen wurden die Kilometer spürbar. Die Beine wurden schwerer, die Schritte langsamer und die letzten Kilometer fühlten sich für viele sicherlich deutlich länger an als die ersten.

Und trotzdem wurde weitergemacht.

Es wurde gemeinsam gelaufen, sich gegenseitig motiviert, aufeinander gewartet, gelacht und geholfen. Genau das war für uns einer der schönsten Aspekte dieses Tages. Denn ein Wandermarathon ist eben nicht nur eine Frage von Kondition und Durchhaltevermögen. Es geht mindestens genauso um die Menschen, die einem unterwegs begegnen und um diejenigen, die einen an den Verpflegungsstationen, am Streckenrand oder im Ziel erwarten.

Entlang der Strecke entstanden dabei viele kleine Momente, die diesen Tag einzigartig gemacht haben. Ein Teilnehmer feierte während des Wandermarathons seinen 66. Geburtstag und wurde an den Stationen entsprechend begrüßt. Familien und Freunde warteten mit selbstgemalten Schildern wie „Opa, du Maschine“ oder „Papa, wir sind stolz auf dich“ auf ihre Wandernden. In Heiligenbronn unterstützten Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung St. Franziskus an der Verpflegungsstation und sorgten mit ihrer offenen und fröhlichen Art für viele strahlende Gesichter.

Und dann gab es natürlich auch diejenigen, für die 50 Kilometer offenbar noch nicht Herausforderung genug waren. Zwei Teilnehmer wanderten bereits am Freitag von Rottweil nach Aichhalden und machten mit dem offiziellen Wandermarathon am Samstag ihre ganz persönliche 100-Kilometer-Runde komplett. Die erfahrenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schramberger Megatrails nahmen die „kurze“ Variante dagegen mit Humor und trugen passend dazu die Aufschrift: „Megatrail light – für 50 Kilometer drucken wir doch kein T-Shirt.“

Solche Geschichten sind es, die uns von diesem Tag besonders in Erinnerung bleiben werden.

Ein ganz besonderer Moment war schließlich der Zieleinlauf in Rottweil. Nach 50 Kilometern durch die Region ging es für die Wandernden durch das historische Schwarze Tor in die Rottweiler Innenstadt. Müde, aber glücklich, kamen die letzten Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort gegen 20 Uhr an. Viele hatten zu diesem Zeitpunkt bereits Stunden in den Beinen und trotzdem war ihnen die Freude über das Erreichte anzusehen.

Natürlich lief bei einer Premiere nicht alles exakt so, wie es auf dem Papier geplant war. Viele Wandernde waren deutlich schneller unterwegs als erwartet. Unsere Helferinnen und Helfer mussten sich spontan auf die früher eintreffenden Teilnehmer einstellen und haben dabei großartig reagiert.

Überhaupt wäre dieser Tag ohne die vielen Menschen im Hintergrund nicht möglich gewesen.

Der Eschach-Wandermarathon war das Ergebnis eines großen Zusammenspiels: der Landkreis Rottweil, Adventure-Blackforest, die beteiligten Kommunen, Vereine, Sponsoren, das DRK und vor allem die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer an der Strecke. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass aus einer Idee schließlich ein echtes gemeinsames Erlebnis werden konnte.

Dafür möchten wir Danke sagen.

Danke an alle, die geplant, organisiert, aufgebaut, ausgeschildert, versorgt, unterstützt, gefahren, aufgeräumt und bis zum letzten Wandernden durchgehalten haben. Und natürlich danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich auf die 50 Kilometer eingelassen und den ersten Eschach-Wandermarathon zu dem gemacht haben, was er letztendlich geworden ist.

50 Kilometer können lang sein. Aber gemeinsam fühlen sie sich manchmal ein Stück kürzer an.

Die vielen positiven Rückmeldungen im Anschluss haben uns sehr gefreut. Gelobt wurden unter anderem die Organisation, die Verpflegung, die Betreuung durch das DRK und natürlich der Zieleinlauf durch das Schwarze Tor. Gleichzeitig haben wir auch kritische und unterschiedliche Rückmeldungen zu einzelnen Streckenabschnitten erhalten. Auch diese gehören dazu und fließen in unsere Auswertung ein. Denn eine Premiere darf auch dazu dienen, Erfahrungen zu sammeln, Dinge weiterzuentwickeln und aus dem ersten Durchgang zu lernen.

Dass der Eschach-Wandermarathon auf Interesse stößt, war bereits vor dem Start deutlich: Die 250 verfügbaren Plätze waren innerhalb von nur drei Tagen vergeben. Danach blieb eine lange Warteliste zurück. Das zeigt uns, dass viele Menschen Lust darauf haben, ihre Region zu Fuß zu entdecken und sich gemeinsam einer besonderen Herausforderung zu stellen.

Ob es einen zweiten Eschach-Wandermarathon geben wird, steht aktuell noch nicht fest. Frühestens 2028 wäre eine Neuauflage denkbar, denn 2027 steht zunächst wieder der Schramberger Megatrail mit ca. 80km an.

Eines steht für uns aber schon jetzt fest:

Der erste Eschach-Wandermarathon war mehr als 50 Kilometer. Er war ein Tag voller Begegnungen, persönlicher Herausforderungen, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Erfolgserlebnisse.

Und vielleicht ist genau das die schönste Erinnerung, die am Ende bleibt: Nicht nur die Kilometer, die wir gemeinsam zurückgelegt haben, sondern die Menschen und Geschichten, die uns auf diesem Weg begleitet haben.

Danke an alle, die dabei waren!

Eindrücke des Eschach Wandermarathons

Unsere Partner:

In Kooperation mit dem